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Trauer und Triumph am Nürburgring

Leutheuser-Toyota gewinnt erstes Rennen

Letzter Boxenstopp vor dem Rennabbruch. Foto: Höhn

Um 14.37 Uhr wurde das Rennen mit der roten Flagge abgebrochen und die Fahrzeuge direkt ins Parc fermé beordert. Somit war klar, dass das Rennen nicht mehr gestartet werden würde. Eine Stunde später gab die Rennleitung das Ableben des beliebten Motorsportlers bekannt, der während des Rennens vor dem Schwalbenschwanz plötzlich ausgerollt war, nachdem er die Leitplanke zweimal leicht touchiert hatte. Die sofort eingeleiteten Reanimierungsmaßnahmen blieben leider ohne Erfolg.

Tief betroffen zeigte sich auch Teamchef Christian Leutheuser, der mit "Wolf Sylvester" sehr gut bekannt war. Trotz der traurigen Gewissheit über Sylvesters Schicksal, kam doch ein bisschen Freude auf. Der Toyota GT 86 C kam nach zwei dritten Plätzen zu seinem ersten Sieg und konnte die Cupführung ausbauen. Das Quartett war neu aufgestellt worden, nachdem Carolin Jöns plötzlich zu Peugeot wechselte. Ihren Platz nahm Wolfgang Kudrass ein. Dies ist ein echter Gewinn für das Team, da dieser seinen großen Erfahrungsschatz einbringt, was in der Fahrzeugabstimmung die restlichen Sekunden Abstand auf die Konkurrenz ausglich. Bemerkenswert war auch die Leistung seines Sohnes Alexander. Dieser fuhr den zweiten Stint, nach Startfahrer Martin Tschornia. Dieser übergab den Toyota auf P2 an ihn. Kudrass Junior legte wie entfesselt los und fuhr nach packendem Kampf an die Spitze. Wolfgang Kudrass übernahm dann das Fahrzeug und wurde in seiner ersten Runde vom Rennabbruch überrascht. Jutta Beisiegel kam somit nicht mehr zum Einsatz. Nicht so glatt lief diesmal das Rennen für den Cup-Astra mit Ulli Packeisen, Hubert Nacken und Ralf Goral. Der Steißlinger Hubert Nacken war gesundheitlich stark angeschlagen und konnte seinen gewohnten Speed nicht halten. Dadurch geriet das Trio etwas ins Hintertreffen. Ulli Packeisen konnte wieder Boden gut machen. Kurz vor dem Rennabbruch war das Auto zum Routinestopp an der Box. Da bei einem Rennabbruch die Reihenfolge der vorletzten Runde maßgebend ist, reichte es  in der Endabrechnung zu Platz 7. Trotzdem konnte in der Cup-Wertung  Platz 2 gehalten werden. Mit 9 Punkten Rückstand auf den Führenden ist noch alles offen. Auch das Trio aus Hessen, Norbert Schneider, Stephan Köhler (beide Dreieich) und Axel Hörger (Königstein) wurden durch den Rennabbruch kalt erwischt und verloren zwei Plätze. Nachdem sie in der absoluten Profiklasse mit ihrem Alfa Industrie Porsche 911, mit einem fulminanten Renen unter die "top-five" gefahren waren, erlitten sie das gleiche Schicksal wie die Opel Astra Besatzung. Trotzdem bedeutet Platz 7 in diesem Klassefeld eine Superleistung.

Für die Statistik ist anzumerken, dass Frank Stippler mit den beiden Stuckbrüdern Johannes und Ferdinand auf dem Phönix Audi R8 LMS ultra, mit einem neuen Rundenrekord von 08:03,113 Minuten (181,590 km/h), den Gesamtsieg einfahren konnte. Zweiter wurde der Porsche von Falken Motorsport mit dem Hammerbucher Sebastian Asch und seinem Österreicher Partner Martin Ragginger. Das Podium machten Christopher Haase (Kulmbach) und Harold Primat (CH), im zweiten Phönix Audi R8 LMS ultra komplett.

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