Startseite > Aktuell-Archiv > News reader

Pech für Team Leutheuser beim VLN 6h-Rennen

2 Ausfälle und Platz 8 beim VLN-Saison Highlight

Trotz Blitzreparatur und eindrucksvoller Teamleistung schaffte es der angeschlagene Toyota TMG GT 86 C nicht, sich in die Wertung zurück zu runden. Foto: Höhn

Der 1er BMW M3 in der Klasse SP5 (Spezialtourenwagen bis 3000 ccm) war mit Wolfgang Lang (Köln), Michael Hess (Kreuzau) und Harald Rettich (Offenburg) hervorragend besetzt. Sie stellten ihren Renner im Qualifying auch prompt auf die Pole. Der Opel Cup-Astra mit Stammpilot Ralf Goral (Moers) und Neuzugang Marko Stipp (Herford), besetzt, fuhr ein ruhiges Quali und begnügte sich mit P15. Der Toyota TMG GT 86 C war wieder mit seiner Stammbesatzung Alexander und Wolfgang Kudrass (Lohmar),  Jutta Beisiegel (Kaiserslautern) und Martin Tschornia (Bestwig) angetreten. P 2 im Qualifying ließ Hoffnung aufkommen, bei einem guten Rennverlauf die Gesamtführung im GT 86- Cup zu übernehmen. In der dritten Runde kam die erste Hiobsbotschaft. Der Toyota steht im Bereich Breitscheid, beschädigt nach Unfall mit dem Kontrahenten von Dörr Motorsport. Die Bergung des Fahrzeugs gestaltete sich sehr zeitaufwändig. Teamchef Christian Leutheuser ordnete nach Inaugenscheinnahme des Fahrzeugs die Reparatur an, da die Möglichkeit bestand, wenn das Fahrzeug die restliche Distanz ohne größere Probleme laufen würde, dass man noch in Wertung ankommen könnte und wertvolle Punkte für die Cupwertung mit nach Hause nehmen könnte. Um 15 Uhr nahm das notdürftig geflickte Auto, nun mit Martin Tschornia, das Rennen wieder auf. Über den Boxenfunk signalisierte er, dass das Auto gut zu fahren sei und legte in seiner gewohnten Manier los, um den Kampf für die Wertung aufzunehmen. Leider reichte es nicht ganz, obwohl das Team alles gab. Tröstlich war, dass die schärfste Konkurrenz auch nicht punkten konnte. Alexander Kudrass und Jutta Beisiegel hielten ihren zweiten Platz in der Cup-Wertung, mit nur 0,8 Punkten Rückstand auf den Leader. Der 1er BMW lag lange Zeit souverän in Führung. Während die Reparatur des Toyota noch lief kam die Nachricht, der 1er steht ohne Vortrieb an der Strecke. Mit einer organisatorischen Meisterleistung bewältigte Christian Leutheuser dieses neue Problem. Nur kurz nachdem der Toyota die Box verlassen hatte, brüllte der 1er wieder angriffslustig auf und wurde auf die Strecke geschickt. Die Freude über diese gelungene Aktion währte nicht lange. in Runde 14 kam das Aus. Durch starke Vibrationen gab es einen Bruch im Getriebegehäuse, so dass der Anlasser heraus gefallen war. Das war das Ende. Der Opel hatte etwas mehr Glück. Von Trainingsposition 15 arbeitete sich das Fahrerduo auf Platz 6 vor mit Aussicht auf weitere Platzgewinne. Die Aufhojagd wurde um 16.10 Uhr jäh gestoppt. In langsamer Fahrt kroch der Astra an die Box. Starke Vibrationen an der Vorderachse war der Grund. Die Diagnose war schnell gestellt. Obwohl Opel in einer Formänderung den Tragebolzen an der Vorderradaufhängung ändern ließ, fiel die Sicherungsmutter trotzdem ab. Die Aufhängung war deshalb lose und führte zu den Vibrationen. Ganze 6 Minuten dauerte die Reparatur, bevor der Opel sein Rennen wieder aufnehmen konnte. Leider waren 2 Plätze futsch gegangen. Platz 8 rettete aber noch genug Punkte, um in der Cup-Wertung Platz 2, mit nur 18 Punkten Rückstand verteidigen konnte. Mit 8 Ausfällen war die Opel-Truppe ungewöhnlich hoch betroffen. Das nächste Rennen findet am 14 September wieder als gewohntes 4-Stunden-Rennen statt.   

Das Saisonhighlight der VLN Langstreckenserie Nürburgring war aufgrund wechselnder Witterungsbedingungen als sehr schwierig einzustufen. Das macht eine relativ hohe Ausfallrate deutlich. Nach 6:00:01,979 Stunden und einer zurück gelegten Distanz von 925,604 Kilometern, wurde das Vorjahressiegerteam von ROWE Racing als strahlende Sieger abgewinkt. Jan Seyffarth (Querfurt-Leimbach), Nico Bastian (Frankfurt) und Lance David Arnold (Duisburg), ließen auf ihrem Mercedes-Benz SLS AMG GT3 den Zweitplatzierten Audi R8 LMS ultra von Phoenix-Racing, mit Frank Stippler (Bad Münstereifel), Marc Basseng (Neusalza Spremberg) und Roman Rusinov (Russland), mit einem Vorsprung von 4:08,675 Minuten, hinter sich. Das Audi-Schwesterauto mit Christopher Haase (Kulmbach), Harold Primat (Schweiz) und Doppelstarter Stippler belegte Platz 3.

Zurück