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Leutheuser-Toyota festigt Führung im TMG GT86 Cup

Von Platz 8 auf 2 gerast -starke Leistung von Beisiegel/Kudrass/Kudrass/Tschornia

Der letzte Boxenstopp des Toyota. Jutta Beisiegel übernimmt von Alexander Kudrass mit Unterstützung vom Teamchef Christian Leutheuser. Wolfgang Kudrass (ganz rechts) scheint zu sagen: "Macht ja alles richtig"!

Insgesamt zufrieden konnte das unter der Bewerbung des MSC Rhön im ADAC startende Team Leutheuser Racing&Event aus Bad Königshofen sein. Man war mit drei Fahrzeugen in die Eifel gereist, um den 7., von 10  VLN-Läufen, unter die Räder zu nehmen. Das  1er BMW-Coupé war mit den beiden Franzosen Piere de Thoisy und Maxence Maurice und dem Herborner Torsten Krey hervorragend besetzt. Probleme gab es beim OPC Opel Cup-Astra. Marko Stipp (Herborn) fehlte krankheitsbedingt. Hubert Nacken hatte unaufschiebbare Geschäftstermine. Somit hätte Ralf Goral die 4-Stunden-Distanz alleine absolvieren müssen. In der Not sprang Teamchef Christian Leutheuser, trotz Aussicht auf doppelten Stress, beherzt ein, um den gesetzten Cup-Teilnehmern wichtige Punkte im Kampf um die Cup-Meisterschaft zu sichern. Der Cup Toyota TMG 86 C konnte mit seiner Stammbesatzung Jutta Beisiegel (Kaiserslautern), Wolfgang und Alexander Kudrass (Lohmar) und dem Bestwiger Martin Tschornia besetzt werden. Im Qualifying stellte das deutsch-französische Team ihren 1er erwartungsgemäß auf die Pole in ihrer Klasse. Die Opel Astra Besatzung Goral/Leutheuser konnte sich in der Cup-Klasse mit Platz 8 unter den Top Ten platzieren. Die Toyota Besatzung fuhr souverän auf Platz 2. Im Rennen kamen zunächst alle drei Leutheuser Autos gut weg. Startfahrer Torsten Krey im 1er, führte auch sofort das Feld an und steigerte sich von Rund zu Runde. Diese fulminante Fahrt erfuhr in Runde vier ein böses Ende. "Der sechste Gang lässt sich nicht mehr rausnehmen", lautete der Funkspruch. In langsamer Fahrt erschien der BMW an der Box. Zunächst wurde in Windeseile die Elektronik überprüft. Hier waren die Schaltimpulse allerdings in Ordnung. Es blieb somit nur noch ein mechanischer Defekt im Getriebe übrig, der das niederschmetternde Aus bedeutete. Die nächste Hiobsbotschaft folgte auf dem Fuß. Martin Tschornia meldete Leistungsverlust. Ihm fehlten plötzlich 500 U/min, sodass er nach hinten durchgereicht wurde. Dank seines fahrerischen Einsatzes konnte er  weitere Platzverluste vermeiden. Ein kurzer Check an der Box brachte allerdings kein Ergebnis, sodass er wieder auf die Strecke zurück geschickt wurde. Beim Routinetankstopp wurde auch der Fahrerwechsel durchgeführt. Routinier Wolfgang Kudrass übernahm. Plötzlich war die Leistung wieder in vollem Umfang da. Möglicherweise hatte die Tankbe- und Endlüftung nicht funktioniert  und die Kraftstoffpumpe konnte die notwendige Menge Kraftstoff nicht fördern. Nun schlug die Stunde von Vater und Sohn Kudrass. Mit seiner ganzen Routine attackierte Wolfgang Kudrass die Konkurrenz und eroberte Platz um Platz zurück. Als er an seinen Sohn Alexander übergab, lag er mit knappen Vorsprung auf P2. Dieser tat es seinem Vater gleich und fuhr ebenfalls ein Superrennen. Auf über zwei Minuten baute er den Vorsprung aus. Jutta Beisiegel konnte diesen als Schlussfahrerin souverän halten. Sie und Alexander Kudrass führen die Gesamtcupwertung mit jeweils 27,42 Punkten an. Wolfgang Kudrass, der ein Rennen weniger zu verzeichnen hat, weist 24,50 Punkte auf, was ihn auf Position 2 bringt. Ralf Goral und Christian Leutheuser machten keine Experimente und stellten ihren Opel Astra wie im Training auf Platz 8. In der Gesamtwertung festigte Goral seinen dritten Platz. Mit 94 Punkten hat er nur einen Zähler Abstand zum Zweitplatzierten und aufholbare 18 zum Gesamtführenden. Insgesamt ein gutes Ergebnis für das Leutheuser Team. In den verbleibenden beiden Rennen (der 1. Lauf war ja bekanntlich ausgefallen) am 12. und 26. Oktober, geht es in den beiden Cupklassen um alles oder nichts.

In einem packendem Finale überquerten Maxime Martin (Belgien) und Nicky Catsburg (Niederlande) im BMW Z4 GT3 vom BMW Sports Trophy Team Marc VDS, als erste die Ziellinie im Gesamtklassement. Mit 53,710 Sekunden Rückstand mussten sich die Lokalmatadoren Sabine Schmitz, Klaus Abbelen (beide Barweiler) und Patrick Huismann (Niederlande), auf ihrem Porsche 911 GT3 R, geschlagen geben, nachdem sie zeitweise in Führung lagen. Überraschungsdritte wurden Rudi Adams (Ahütte) und Arno Klasen (Karlshausen), deren McLaren MP4 GT3 endlich einmal die gesamte Renndistanz voll gehalten hatte und somit das beste McLaren Ergebnis, seit dem Debüt in der VLN, verzeichnen konnte. Dieses Ergebnis sorgte für einen Riesenjubel beim Team Dörr, das an diesem Wochenende insgesamt sehr erfolgreich war.

Eine 30-minütige Zusammenfassung des 45. ADAC Barbarossapreises zeigt der Sender Sport 1 am 5. Oktober um 18.00 Uhr.

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