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Historischer Sieg - Team Leutheuser gewinnt den ersten Toyota GT86 C-Cup

So sehen Sieger aus. Vorne von links: Alexander Kudrass, Jutta Beisiegel, Martin Tschornia, Wolfgang Kudrass. Zweite Reihe Mitte: Lisa und Christian Leutheuser, umgeben vom gesamten Team. Foto: Höhn

Grund zum Jubeln hatte  das Bad Königshöfer Team Leutheuser Racing&Event. Dem unter der Bewerbung des MSC Rhön im ADAC startende Team ist es gelungen, den erstmals ausgetragenen Toyota TMG GT86 C-Cup zu gewinnen. Jutta Beisiegel (Kaiserslautern) und Alexander Kudrass (Lohmar) heißen die strahlenden Sieger. Mit 44,28 Punkten behielten sie knapp die Nase vorn. Der schärfste Verfolger, Arno Hoffmeister, auf dem Dörr Auto, wurde in der dritten Runde in einen Unfall verwickelt und musste zähneknirschend aufgeben. Er kam auf insgesamt 36,44 Punkte. Wolfgang Kudrass (Lohmar), der nach dem Ausscheiden von Karolin Jöns ins Team kam, war mit seiner Routine eine absolute Bereicherung für das Team. Da er ein Rennen weniger bestritt, kam er auf Platz 2 in der Gesamtwertung, mit 41,36 Punkten. Der Bestwiger Martin Tschornia war nicht im Cup eingeschrieben. Mit seinen konstanten Leistungen hat er auch wesentlich zum Erfolg beigetragen. Bis in die frühen Morgenstunden feierten die Teammitglieder den Sieg und das Ende der durchweg erfolgreichen Saison. Nun ist erst mal Winterpause die dazu genutzt wird, die Renner technisch zu revidieren und neue Ausbaustufen zu zünden, damit am 29. März 2014, beim Saisonauftakt die Leutheuser Renner wieder für Furore sorgen können. Die anderen Autos, die an diesem Wochenende eingesetzt waren (der Opel Cup-Astra und der BMW M3 der Schweizer Benedikt Frei und "Martin Müller") hatten das Glück leider nicht gepachtet. Die beiden Schweizer fuhren aus Spaß an der Freude. Sowohl im Training als auch im Rennen fuhren sie einen sicheren 7. Platz nachhause. Eine gute Platzierung, in der mit 17 Teilnehmern stark besetzten Klasse. Der Opel hatte wieder Leistungsprobleme zu beklagen. Wieder lag der Fehler im Bereich des Turboladers. Nachdem es ein Wiederholungsfehler war, kontaktierte Christian Leutheuser den verantwortlichen Autobauer für das Opelwerk, Kissling Motorsport. Diese wechselten den Turbolader erneut. Worauf das Auto im Rennen gut dabei war. In der Schlussphase schlug das Pech gnadenlos zu. Nachdem der Opel in der letzten Runde knapp vor dem Gesamtsieger die Ziellinie passierte, musste Ralf Goral noch eine komplette Runde dranhängen. Etwa einen Kilometer vor dem Ziel blieb er schließlich mit Spritmangel liegen. Eine größere Enttäuschung gibt es für einen Rennfahrer kaum. Das kostete dem Team in der Gesamtcupwertung zwei Plätze. Einen herbe Enttäuschung, nachdem das erste Rennen gewonnen wurde. Dann kam eine Hiobsbotschaft nach der anderen und die Zuverlässigkeit des Renngerätes ließ ebenfalls zu wünschen übrig. Platz 6 in der Gesamtwertung ist aber trotzdem mehr als ein Achtungserfolg, bei 20 eingeschriebenen Teilnehmern.

Den letzten Laufsieg holten sich Marc Basseng (Neusalza Spremberg), Laurens Vanthor (Belgien) und Chris Mamerow auf dem Audi R8 LMS ultra von Phoenix Racing. 2:04,479 Minuten betrug der Vorsprung auf die Zweitplatzierten Klaus Abelen, Sabine Schmitz (beide Barweiler), Patrick Huismann (Niederlande) und Henri Moser (Schweiz), im Porsche 911 GT3 R, vom Frikadeli Racing Team. Platz 3 sicherten sich Uwe Alzen (Betzdorf), Philipp Wlazik (Gladbeck) und Niclas Kentenich (Neuss), im BMW Z4 GT3.

Den VLN-Gesamtsieg holten sich nach einer Zitterpartie die Brüder Tim und Dirk Groneck (beide Melle) im Renault Clio. Nach neun Runden wurden sie beim Überrunden in einen Unfall verwickelt, bei dem der Clio im Frontbereich und auf der linken Seite stark beschädigt wurde. Damit war nicht nur die momentane Führung futsch, sondern der knappe Vorsprung in der Meisterschaft stark gefährdet. Bei der, in Windeseile durchgeführten Notreparatur, zeigte sich der familiäre Charakter der VLN-Serie. So packten auch Christian Leutheuser und seine Mechaniker kräftig mit an, obwohl sie wegen ihres Toyota, der ja auch um den Cup-Sieg fuhr, kräftig unter Hochspannung standen. So konnten sich die Brüder Groneck, die am Saisonanfang keiner auf der Rechnung hatte, da sie als reine Amateure in die Serie eingestiegen sind, auf Platz 7 in der Klasse wieder in das Geschehen einreihen. Aus eigener Kraft schafften sie noch Platz 5, was zum knappen, viel umjubelten Gesamtsieg reichte.

Der Sender Sport1 zeigt am 01. November um 15.45 Uhr eine 30-minütige Zusammenfassung!

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