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44. ADAC/MSCR Hauenstein Bergrennen erstmals unter ADAC Flagge

Vorbereitungen laufen auf Hochtouren - Rekordstarterfeld wird erwartet

Der Schweinfurter Lokalmatador Uwe Lang auf seinem Osella PA 20S kommt als Leader der Deutschen Bergmeisterschaft an den Hauenstein.

Da dröhnen die Motoren der nationalen und internationalen Bergrennsport-Elite auf der Kreisstrasse 27/26, Richtung Hochrhönstrasse. Dabei geht es um die Läufe zur Deutschen Bergmeisterschaft, sowohl für die Rennsportwagen, wie auch für die Tourenwagen, der unterschiedlichsten Kategorien. Ebenso im DMSB-Bergpokal, für die gleichen Gruppen.  Aber nicht nur in diesen Meisterschaftsprädikaten wird erbittert gefightet, sondern auch in den weiteren Prädikaten, die an diesem Wochenende zur Austragung kommen. Hier sorgt das Auftreten des KW Gruppe H Berg-Cup für Herzklopfen bei den eingefleischten Fans. Dieser ist mittlerweile zur tragenden Säule im Deutschen Bergrennsport geworden. Die Vielzahl der Typen mit Straßensilhouette, die zwischenzeitlich zu Hightech-Geräten mutiert sind, reißen bei jedem Rennen die Zuschauer von den Sitzen. Gleichauf in der Gunst des Publikums sind natürlich die reinen Rennsportfahrzeuge, vom Sportprototypen, bis zum Formel 3-Renner. Es wäre nicht das Hauenstein Bergrennen des MSC Rhön, wenn da nicht die Freunde des Historischen Motorsports und der Youngtimer-Bewegung auf ihre Kosten kämen. Ein Riesenstarterfeld in diesen Kategorien messen sich im Wettbewerb. Sowohl im NSU-Bergpokal wie auch in der GLP-Bergmeisterschaft 2013 (Gleichmäßigkeitsprüfung), wollen die Teilnehmer entscheidende Punkte sammeln um ihre jeweiligen Positionen in der zweiten Saisonhälfte zu festigen oder zu verbessern. Die bunte Vielfalt, der mit viel Liebe über die Jahrzehnte hinweg gehegten und gepflegten Renner, geben der Häusemer Veranstaltung eine besondere Note. Die ADAC-Gaue Nordbayern, Südbayern und Nordrhein haben das Hauenstein Bergrennen für ihre eigenen Meisterschaftswertungen ausgewählt, was die Bedeutung dieser Veranstaltung dokumentiert. Erstmals unter der Flagge des ADAC Nordbayern, dessen Ortsclub der MSC Rhön e.V. seit März ist, läuft die Veranstaltung. Alle hohen Funktionäre des ADAC Nordbayern haben sich zu diesem Großereignis angesagt, was unsere Region aufwertet. Vielleicht bucht einer der Honoratioren einen Urlaub in der Rhön, weil er den Charme der Landschaft und der Menschen weiter kennen lernen möchte. Der touristische Werbecharakter der Veranstaltung ist hinreichend bekannt. Der veranstaltende MSC Rhön meistert nun schon seit über 40 Jahren den Spagat zwischen Motorsport und Biosphärenreservat mit Bravour. Die Verantwortlichen um den 1.Vorsitzenden Christian Röder und Orga-Leiter Christian Leutheuser sind hochsensibel, was den Umweltschutz anbelangt. "Wir haben mit der Art unsere Veranstaltung zu organisieren, das Vertrauen von Landrat Habermann, Rennbürgermeister Link und der gesamten Bevölkerung in und um Hausen erlangt. Das ist für uns Jahr für Jahr eine liebevolle Verpflichtung alles zu tun, um den Umgang mit der Natur so schonend wie möglich zu gestalten und das Vertrauen immer wieder aufs Neue zu rechtfertigen", so das Statement des 1. Vorsitzenden Christian Röder. Deshalb wurde auch wieder eigens ein Umweltbeauftragter installiert, um die selbst gesteckten hohen Vorgaben zu erfüllen. Mit dem Fladunger Lothar Panten versieht wieder ein höchst kompetenter Funktionär diese Aufgabe. Er ist selbst Motorsportler und weiß deshalb, wie er dieses Thema anzupacken hat. Rennbürgermeister Fridolin Link hält auf jeden Fall große Stücke auf den MSC, der sich auch für örtliche Belange, wie den Erhalt der Gemeindehalle mit Arbeitsleistung einsetzt. So ist auch im Allgemeinen der Rückhalt in der Gemeinde groß, denn durch das Rennen, das längstens Kultstaus erlangt hat, ist Hausen international in der Rennszene ein Begriff. Grund für alle Beteiligten, stolz zu sein. Neben der illustren Bergelite, gehen wieder 10 MSC-Sportfahrer an den Start. Besonderer Augenmerk in diesem Jahr liegt wieder auf dem Schweinfurter Lokalmatador Uwe Lang, mit seinem modifizierten Sportprototypen Osella PA 20S. Er kommt als Führender in der Deutschen Bergmeisterschaft an den Hauenstein. Er wird natürlich alles versuchen, um seinen Verfolger Bernd Letmade mit seinem Norma M20, weiter auf Distanz zu halten. Auch sein Sohn Georg wird am Hauenstein erstmals auf einem Leutheuser-BMW 318 iS vertreten sein, um sein Debüt im Rennsport zu geben. Fast sensationell wird der Auftritt des MSC´lers Sebastian Schmitt (Stangenroth) sein. Er wird erstmals ein ehemaliges DTM-Auto am Hauenstein an den Start bringen, einen Opel Astra DTM V8. Als Jungunternehmer hat er in diesem Jahr aus Zeitgründen, erst ein Rennen bestritten. Auf seinem altbekannten C-Kadett holte er sich souverän den Klassensieg. Die dabei erreichten 36 Punkte, lassen ihn derzeit mit nur einem Rennen, auf Rang 10 in der aktuellen Meisterschaft rangieren. Seine Fangemeinde ist auf jeden Fall bereits aus dem Häuschen, dass es am Hauenstein mit dem DTM-Auto klappt. Aber nicht nur das Rennen zieht die Besucher aus dem Dreiländereck Bayern-Hessen-Thüringen und dem gesamten nordbayerischen Raum magisch an. Es ist ein geflügeltes Wort: "Häusemer Nächte sind lang". Denn an zwei Tagen ist absolute Partystimmung in Hausen angesagt. Auftakt der Veranstaltung ist am Freitag,16. August. Hier startet ab 20.00 Uhr die "Welcome Party" mit der Liveband "Sixpack". Am Samstag, 17. August, läuft ab 20.00 Uhr die "Racing Party" mit der Kapelle Obacht nach dem Motto: "Langeweile war gestern". Sportlich beginnt es am Samstag, 17. August ab 09.00 Uhr mit den Pflichttrainingsläufen, bis ca. 18.30 Uhr. Die 4 Rennläufe beginnen am Sonntag um 08.30 Uhr, die gegen 17.30 Uhr beendet sein sollen. Knapp eine Stunde später beginnt die Siegerehrung im Festzelt. Günstige Wochenendkarten gibt es an der Rennstrecke. Der Eintritt ins Fahrerlager ist frei. Ebenso der Eintritt an der Rennstrecke für Kinder bis 14 Jahren.  

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